also ich hab mich entschieden!ich geh zum arzt.ich weiß nur nicht genau wie das mit der bezahlung ist.
ich bin 14 und bin bei der barmer versichert.müssen meine eltern etwas davon mit mitbekommen?
kann ich auch ohne sie das machen?wer bezahlt das?die krankenkasse?ich hab echt null plan!
entschlossen das durchzuziehen bin ich...die adresse und tel hab ichhh auch schon....

bitte um antwort

socke

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Hallo Socke,
du kannst mal unter dem genannten Link auf meiner HP nachlesen, wie das mit Krankenkassen und Therapie
funktioniert. http://angelnomine.piranho.com/text08a.htm
Eine Alternative stellt eine Therapie bei eienr Beratungsstelle dar. Das hat meine Tochter auch gemacht,
und zwar mit gutem Erfolg.
Wenn du noch Fragen hast, kannst du mir gerne mailen an rotelinien@web.de

Liebe Grüße von Line

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hallo line.

erstmal danke für deine antwort.
das heißt dann ao das ich noch 4 monate warten muss bis ich das allein machen kann.ich finde es auch
nicht so gut das ganze heimlich zu machen.aber was würde meine mutter wohl sagen wenn ich zu ihr komme
und sage :hi mama,was ich dir noch sagen wollte,ich schneide mir seit 1 1/2 jahren die arme auf.ich fang ab
montag ne terapie an.ich wollte es dir nur sagen damit du dich nicht wunderst wo ich immer hingehe.
was würde sie dann wohl sagen:ist gut mein schatz,mach du das nur.falls du noch irgedeine unterschrift
brauchst,dann sag mir bescheid!-oder würde sie wohl eher einen herzinfakt bekommen?
ich weiß echt nit was ich machen soll.ich würde ne terapie machen aber das würde doch auffallen!

socke

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Hallo socke,
deine Mutter wird sicherlich schockiert sein. Die Konfrontation mit SVV kommt für fast alle Angehörigen
einfach unerwartet. Und es bleibt immer schwer zu verstehen.

Für meine Person muss ich sagen, dass ich es immer lieber hätte wissen wollen, als mich in einer falschen
Sicherheit zu wiegen. Wie deine Mutter reagieren würde, weiß ich natürlich nicht. Wichtig ist auf jeden Fall,
ihr Informationsmaterial an die Hand zu geben (auf der Baustelle meiner HP hab ich da einiges zusammengefasst http://angelnomine.piranho.de), damit sie weiß, dass SVV kein Spleen von dir ist und dass du damit auch
nicht morgen aufhören kannst.

Bei der Anmeldung zur Therapie solltest du berücksichtigen, dass die Wartezeiten ganz schön lang sein können,
mehrere Monate.

Wenn du Lust und Zeit hast, kannst du ja am Donnerstag Abend ab 21 Uhr mal in den Chat auf meiner Seite
kommen. Vielleicht hilft dir das etwas bei deiner Entscheidung...

Liebe Grüße von Line

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hallo... ich bin eher zufällig auf dieses forum gestoßen - hatte einmal einen text hier gelesen und war dann
nicht wieder gekommen... nun hab ich den text gerade wieder gefunden und den link angeklikt... naja,
hab mir noch ein paar einträge von euch angesehen...

ich glaub, dass war gar nicht schlecht. hab zwar schon sehr viel über svv gelesen, aber immer hieß es nur,
dass der/die betroffene schlechte erfahrungen in der vergangenheit gemacht hat (angefangen von hänseleien
in der schule bis hin zu groben misshandlungen durch eltern etc., vergewaltigung und ähnliches).
ich kann mich nicht erinnern, solchen umständen ausgesetzt gewesen zu sein... und trotzdem leide ich unter
depressionen (seit meinem 12 lebensjahr) und verletzte mich seit etwa einem jahr 'sichtbar' selbst.
seit ich das tue, habe ich oft über 'ursachen' nachgedacht - der beitrag von Anni ging mir sehr nahe, weil sie
auch beschreibt, dass sie denkt, nur beachtung haben zu wollen... ich habe oft das gefühl, dass man über
mich hinweg sieht (wobei ich oft auch nicht gesehen werden will - vielleicht ist das jetzt der preis dafür?)...
aber ich muss auch zugeben, dass ich unter extremen selbsthass leide und diesem hässlichen körper wehtun
will, mich für den mist bestrafen 'muss', den ich so verzapfe... ich kann es nicht ertragen, fehler zu machen...
mache sie nur einmal...
angefangen hat das mit einem streit (ich hasse es, zu streiten) - ich habe mich völlig in mein schneckenhaus
zurückgezogen und angefangen, an meinem arm zu kratzen. mein freund, mit dem ich mich gestritten habe,
hat mir dabei seelenruhig zugesehen....
mittlerweile habe ich vom kratzen zum ritzen gewechselt. die wunden sind nie besonders tief, da ich einen
cutter benutze (sonst zum schneiden von papier und folie) und der einfach nicht so tief in die haut kommt... -_-
ich verstecke die wunden nicht, auch meine mutter und mein kleiner bruder wissen bescheid (natürlich
machen sie sich sorgen, fragen, ob sie helfen können - sie sind ja so verständnisvoll... -_-°), aber ändern
kann und will ich es nicht... und ich verstehe nicht warum...
hab auch mal versucht, mit einer therapeutin zu sprechen, hab das aber schnell wieder aufgegeben...
ich bin sehr gut darin, meine probleme in 'gesellschaftlichen situation' zu überspielen oder als leichtfertig
abzutun. dabei kann ich sie ernst nehmen und absolut überzeugt sagen, dass ich aufhören werde -
sobald ich aber wieder allein bin, fängt alles von vorn an...

hmja... das wollte ich mal loswerden. wem soll ich es auch sonst erzählen..... -_-

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Vieles, was du beschreibst, kommt mir von meiner Tochter bekannt vor. Ich glaube auch nicht, dass die
"klassischen Gründe" wie Vernachlässigung, Missbrauch etc. heute die alleinigen Gründe für SVV darstellen.
Bei unserer Tochter sind wir da auch nicht fündig geworden.
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LG von Line

bei mir ist es auch so ähnlich wie bei styx. klar war ich in der Schule ein Aussenseiter & bin öfters gehänselt
worden als andere, aber trotzdem hab ich meine Kindheit & Schulzeit im großen und ganzen sogar als positiv
empfunden. Das mit den "schlechte erfahrungen in der vergangenheit" ist glaub ich ein bißchen zu simpel.
Ich hab auch kaum Probleme mit mit meinen Eltern gehabt (sie sind allerdings geschieden) & hab mich selbst
nie gehaßt. Bei mir hat das mit dem Schlitzen auch erst nach der Schule angefangen, als eine Beziehung
mit einem Mädchen das mir sehr nahe gestanden hat in die Brüche gegangen ist. Ich hatte auch damals
weder Selbsthass noch übermäßig starke Schuldgefühle, wollte eher, ährm... die Normalität zum Einsturz
bringen? Den Lauf der Dinge unterbrechen oder so. Vielleicht hats ja doch was mit der Scheidung meiner
Eltern zu tun, ich weiß es nicht. Seitdem ist es mal schlimmer, mal besser gewesen, hab aber seitdem
nicht mehr aufgehört & das auch nicht vor. Mit einer Therapeutin darüber zu sprechen kann ich mir gar
nicht erst vorstellen ;)

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Ich war 5 Monate in einer stationären Therapie. In der Therapie habe ich alles gekriegt was ich brauche
und möchte wieder zurück in die Klinik. Ich schneide mich immernoch und die Alternativen die ich dort gelernt
habe scheinen nicht zu helfen. Ich denke immer öfter an Selbstmord obwohl ich das garnicht will und habe
die Befürchtung das mich meine Gedanken irgendwann dazu bringen. Alle sagen das ich das schon schaffe
und das jeder mal nen Tiefpunkt hat, aber das ist keine Phase! Deswegen ist mir dann mein Verhalten
peinlich bzw. will ich niemanden mehr davon erzählen denn die setzten mich nur unter Druck und mach
alles mit dem fehlenden Verständnus kaputt! In der Klinik ist alles anders und ich weiß nicht wie lange es
noch dauert bis ich wieder dort bin. Aber irgendwie möchte ich ein normales Leben und kein chronischer
Patient sein. Gibts hier irgendjemand der das auch schon durch gemacht hat der mir vielleicht weiterhelfen
kann? Bitte helft mir!
Sandra

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Hallo Sandra,
ich kann Dich gut verstehen, habe soetás auch hinter mir. Kurzum sage ich Dir, wie ich es geschaft habe:
Ich habe mir etwas geschucht, was für mich sehr wichtig ist. In meinem Fall war es ein Wellensittich, um
den musste ich mich kümmern und ohne mich konnte er nicht leben. Die Aufgabe für den Vogel verantwortlich
zu sein gab mir Kraft, außerdem konnte ich mit ihm reden, ich habe ihm alle meine Probleme erzählt und als
dank habe ich schönes gezwitscher bekommen. Dadurch bin ich selbstbefuster geworden, und hatte auch
mir gegenüber mehr verantwortung bekommen. Meine Leute kamen dadurch mit mir auch besser klar, da ich
aufgehört habe immer mir ihnen über meine Probleme und Ängste zu reden. Suche Dir auch etwas, wofür
Du und zwar Du alleine die Verantwortung hast, kümmere Dich darum und Du wirst sehen, die Sonne geht
wieder auf und das Leben macht wieder Spaß. Versuch es einmal, zu verlieren hast Du nichts.
Kopf hoch Du bist eine Persönlichkeit, auf die Deine Leute nicht verzichten können.

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Hallo Sandra!

Klar, die Klinik ist ein geschützter Bereich, und es ist dort alles anders, für viele einfacher als im wirklichen
Leben. Eigentlich müsstest du darauf vorbereitet werden, auch 'draußen' zurecht zu kommen. Hast du denn
keine ambulante Therapie, die dich nach dem stationären Aufenthalt weiter unterstützt?

Vielleicht kannst du ja auch noch einmal mit deinem Therapeuten in der Klinik reden und ihm von deinen
Problemen erzählen. Meiner Meinung nach muss dir deine Situation nicht peinlich sein. Es wäre ja wirklich
zu schön, wenn jeder nach einer stationären Therapie frei von SVV wäre.

Lass dich nicht hängen, und suche dir Hilfe, damit du deinem Ziel, clean zu sein, immer ein Stückchen
näher kommst.

Dafür wünsche ich dir alles Gute!
Line

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Abgeschickt von Chrysanth

Ich bin jetzt 18 Jahre alt. Ich war schon immer zurückgezogen, introvertiert, "ruhig". Ich bin ein sehr
mitfühlender und sensibler Mensch. Manchmal hasse ich das an mir. Doch ich bin auch sehr pessemistisch.
Kurz vor meinem 13. Geburtstag tauchte es zum ersten Mal. Es begann damit, dass ich plötzlich die
Bedeutung gängiger Wörter nicht mehr wusste und bald daraufhin verschlechterte sich der Tastsinn am
gesamten Körper. Ich weiss noch welche Angst ich hatte, so ohnmächtig....im Gesicht fing es an....
heute weiss ich nicht mehr, was richtiges Fühlen ist. Damals verwünschte ich "es", bekam einen inneren
Schock, wenn irgendwo das Wort "Gehirntumor" fiel, und ich begann zu akzeptieren, dass ich sterben würde.
Ich weiss noch welchen Schmerz ich verspürte, nicht in der Lage zu sein, ihn mit meinen Problemen zu
behelligen. Im Laufe der Jahrebesiegte ich die Angst vor dem Tod und bin stolz darauf. Der verfluchte Druck
im Schädel ist immer noch da....das Pochen.....und wenn ich den Schädel schüttele, dann wackelt etwas
in meinem Schädel. Damals habe ich angefangen, in den Tag hineinzuleben..Ich habe alles verdrängt....
vor ca. 1,5 Jahren, gelähmt von der Angst vor der Matura ( die ich dann trotzdem mit gutem Erfolg
bestanden habe), und gepaart mit dem Hass auf mich und meineer "Krankeheit", von der niemand etwas
wusste, griff ich plötzlich zu einem Messer und schnitt mir impulsartig beide Unter-und Oberarme auf.
Es wirkte wie ein Ventil....doch die Narben sind noch ein bisschen zu sehen und ich hasse sie, weil sie
mich DARAN erinnern, doch ich weiss nicht wie ich sie jemals selbst entfernen könnte. Ich bin verzweifelt...
Ich will nicht dass sie Mitleid mit mir haben , das ist die größte Angst, die mir innewohnt. Solen sie mich
hassen, mich verfluchen, bekämpfen, aber mich niemals bemitleiden oder belächeln....Ich will männlich ,
stark sein...

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Ich will männlich , stark sein..."

eine Frage, kann es sein, dass du dich selbst hasst, da du meinst, nicht "männlich" oder "stark" genug zu sein?
vielleicht weil du eher emotional, denn rational bist? glaube mir, sei lieber froh, über die gabe emotionen wirklich
wahrnehmen zu können, sie einordnen und verarbeiten zu können, denn was einen menschen erst zum
lebewesen macht, sind eben diese emotionen. verleugne deine gefühle nicht vor dir, akzeptiere sie und
versuche doch lieber mit ihnen anstatt gegen sie zu leben.
und vor allem lege diese klischee-denken ab, "männer dürfen nicht weinen", "indianer kennen keinen schmerz".
phrasen längst vergangener zeit. und wie damals so heute noch um vieles mehr nur hohle worte. man muss
nicht "männlich" sein, um ein mann zu sein. akzeptiere dich, wie du bist.

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Ich war immer tief mit jener Denkungsweise verwurzelt, dass man z.B. eben nicht "männlich" sein muss,
um ein Mann zu sein. Ich habe gewalttätige Reaktionen oder andere verhaltensweisen anderer, die mir
missfielen, immer auf ihren "Charakter" oder sonstige Probleme zurückgeführt und IMMER VErständnis
aufgebracht. Bei Streitereien habe ich nie Partei ergriffen, mich immer mit den anderen identifiziert und
wollte dadurch niemanden verletzen. Jetzt wirst du denken, dass das ja nicht so schlecht klingt, doch
für mich ist es das geworden. Doch auch wenn ihr es nicht als Schwäche seht, ich tue es, und ich bin froh
darüber...ich habe das seichte Geplapper satt! Ich weiss, vielleicht belächelst du meinen Standpunkt als
naiv, doch wenn ich "männlich" sein
will, dann ist es nun mal so. Ich habe es satt, zu allen nett zu sein. Nur noch jene, die es verdienen,
werden meine innere Wärme zu fühlen bekommen. Schwäche ist ein vielfach definierbares
Wort und auch ein vielfach interpretierbares Wort. In meinem Fall werde ich die schwäche ausmerzen,
und nun stehe ich über ihnen.

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Meine Tochter (16) hat sich jetzt zum 3.Mal Verletzungen zugefügt. Dabei steigerte sich die Stärke der
Verletzungen von Mal zu Mal.
Ich erlangte jetzt kurzfristig einen Termin bei einem Neurologen, der auch Kindertherapie anbietet.
Nun weigert sich meine Tochter, Hilfe von einem psychologen anzunehmen. Dabei sehe ich, wie sehr sie
unter ihrer Situation leidet und ich selbst fühle mich nicht in der Lage, ihr nachhaltig zu helfen.
Was könnte ich tun ? Soll ich den Wunsch meiner Tochter akzeptieren ?

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Das wichtigste, das man mit den Jugendlichen dieses Alters, wo es ja um Ablösung geht, tun kann, ist, dass
man sich um eine Vertrauensvolle Basis bemüht, ohne Druck auszuüben. Das Schneiden ist unter anderem ein
Symptom dafür, dass derjenige zu sehr unter Druck steht, er damit "Druck ablässt". Auf der anderen Seite
zeigt es, dass die vorhandenen Aggressionen auf sich selbst gerichtet sind, dass z.B. Angst bestehen kann,
einen anderen zu verletzen, die Angst auf andere zu zu gehen, sich auseinanderzusetzen. Das Ergebnis sind
Rückzug und Selbstbestrafung. Insofern ist es wichtig, verständnis für den Jugendlichen zu haben, ihn auch
mit dem Symptom anzunehmen, Schuldgefühle zu mindern.
Sich auf eine Therapie einzulassen ist gerade in diesem Alter schwierig, weil eine hohe Schwelle überwunden
werden muss - häufig spielen auch Schamgefühle eine Rolle. In diesem Falle ist die Art der Therapie - ob nun
Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie - unerheblich - wichtiger ist ein/e Therapeut/in, zu dem/der der
Jugendliche eine vertrauensvolle Beziehung aufbauen kann. Oft ist eine Selbsterfahrungsgruppe entlastend
und unterstützend bei der Entscheidungsfindung. A.S.

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Hallo!
Meine Tochter hat sich (mit 13) über etwa ein Jahr lang verletzt. Am Anfang waren es nur oberflächliche
Kratzer, später - nach den Narben zu urteilen - richtig heftige Schnitte. Sie hat über 18 Monate eine
Therapie bei einer Beratungsstelle gemacht, und ist seit knapp 2 Jahren "clean". Das Aufhören war ganz
schwer und bitter für sie, aber sie hat es geschafft.
Die Rückfallgefahr schätze ich augenblicklich als sehr gering ein.

Ich habe eine Homepage für Angehörige von SVVlern. Wenn du magst, schau doch mal vorbei.
http://www.rotelinien.de

Liebe Grüße von Line

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Ich hab eigentlich nie geglaubt, dass Schmerz zur Sucht führen könnte. Leider habe ich mich getäuscht.
Ich kann nicht beurteilen, ob mein Drang mich selbst zu verletzen Sucht ist, aber ich fürchte, ich bewege
mich auf der Grenze. Ich hab lange nachgedacht, ich will nicht aufhören, ich will aber auch nicht
weitermachen. Klar, es gibt Alternativen.....
Ich hab mal jemanden schon körperlich verletzt, der mich eigentlich nur vorm Ritzen abhalten wollte,
ich hab ihn mitgeschnitten, und es hat mir innerlich so weh getan. BITTE passt auf, dass euch das nicht
auch passiert.
Ich hab mich jetzt nach Hilfe umgesehen, ich glaube ich werde in die Beratung gehen. Und das ist der
wichtigste Schritt, den man als jemand, der sich selbst verletzt, machen kann. Es kann immer noch alles
schief gehen, aber ich habe nichts verloren.
Wenn ihr wirklich etwas ändern wollt, und ihr merkt, dass es zumindest nicht in diesem Ausmaß mehr
weitergehen kann, versucht euch selbst zu helfen, oder sucht euch wen, der euch auch wirklich helfen kann.

Und als Alternativen: Ich weiß, aus eigener Erfahrung, sie helfen nur bedingt, aber gut sind Gummiringerln
am Handgelenk. Du spürst sie und sehen tust du sie auch. Zumindest so lange, wie du sie für dich
zum Sehen brauchst.

lg

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naja ich ritze mich immer uns so aber zur zeitz geht es mir besser...es heißt die krankheit ist unheilbar...
heißt das das ich sofort auch wieder zurückfallen kann?

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Wer hat gesagt, dass sie unheilbar ist? Meine Erfahrung ist, dass wenn es möglich ist, die innerpsychischen
Konflikte, die mit dem Symptom zusammenhingen, zu lösen, muss diees Symptom auch nicht mehr auftreten.
Für denjenigen z.B., der mit gewachsenem Sich-Selbst-Bewusstsein aus einer Psychoanalyse geht und
gelernt hat, sich entsprechend "selbst zu analysieren", hört der Prozess der Selbsterkenntnis auch nicht auf
- er hat das Handwerkzeug, Krisen im Leben effektiver zu lösen als vorher.

Ist das nicht möglich, ist die Psyche "gezwungen" sich wieder eigene Möglichkeiten der Konfliktlösung zu
suchen, dann kann auch ein altes oder neues Symptom in Erscheinung treten.

A.S.

pfeil

Copyright Antje Schwarz